Landesverband Hessen e.V. des Deutschen Journalisten-Verbandes

 
 

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"24 Stunden Zukunft": neue Perspektiven für junge Journalisten

Hamburg, 9.10.2011 - "Trotz Stellenmangel und Konkurrenzkampf unter Freien - der Journalismus braucht uns." Dieses selbstbewusste Bekenntnis zum eigenen Journalistenberuf zog sich als roter Faden durch die DJV-Tagung "24 Stunden Zukunft", die am Mittag in Hamburg zu Ende ging. Unter dem Motto "Gekommen, um zu bleiben" waren über 100 Journalistinnen und Journalisten bis 35 Jahre auf Einladung des Deutschen Journalisten-Verbands in der Hansestadt zusammengekommen, um in wirtschaftlich schwierigen Zeiten über Jobchancen und aktuelle Trends zu diskutieren und um praktische Tipps für den Berufsalltag mitzunehmen.

Den viel beachteten Auftakt machte am Samstag Mittag die New York Times-Reporterin Souad Mekhennet, die aus ihrer Erfahrung als investigative Journalistin mit Schwerpunkt Terrorismus berichtete. Sie appellierte, den investigativen Journalismus zu erhalten, auch wenn er teuer sei. Der Hamburger Medienwissenschaftler Steffen Burkhardt stellte in seinem Impulsreferat die These auf, dass das Internet den Journalismus nicht verändere. Social Media und Journalismus seien keine Gegensätze.

"Mit Synergien in den Untergang?" lautete die Frage, mit der sich bekannte Journalisten in einer Diskussionsrunde am Sonntag befassten. Einigkeit bestand in der Einschätzung, dass Zusammenschlüsse und Kooperationen von Medien zunehmen werden. Es komme darauf an, den Qualitätsjournalismus auszubauen. Die klassische Unterscheidung in Print, Rundfunk und Online sei überholt. Den praktischen Teil der Tagung bildeten fünf Workshops zu den Themen Medienrecht, Selbstmarketing, Podcast, Multimedia sowie Video-Journalismus.

Die DJV-Tagung "24 Stunden Zukunft" wurde wieder vom DJV-Fachausschuss Junge Journalistinnen und Journalisten organisiert. Dessen Vorsitzende Ariane Funke sagte: "Vernetzung und neue Ideen sind überlebenswichtig. Das ist unser Beitrag für die Jungen." Und DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken fügte hinzu: "Setzen Sie sich ein für die Werte des Journalismus und lassen Sie sich nicht entmutigen." +++






Junge Journalisten gestalten "24 Stunden Zukunft" in Hamburg

Berlin, 26.09.2011 - "Gekommen, um zu bleiben." Unter diesem Motto treffen am 8. und 9. Oktober 2011 zahlreiche junge Journalistinnen und Journalisten im Hamburger NDR-Konferenzzentrum zu der DJV-Fachtagung "24 Stunden Zukunft" zusammen. Für die Veranstaltung, die der Fachausschuss Junge Journalistinnen und Journalisten des Deutschen Journalisten-Verbands organisiert, sind nur noch wenige freie Plätze verfügbar. Neben dem Erfahrungsaustausch, dem Netzwerken und dem Knüpfen neuer Kontakte stehen mehrere Workshops und Diskussionsrunden auf dem Programm.

Die DJV-Tagung bietet sowohl Service als auch Information: Neben Workshops, in denen die Teilnehmer unter anderem Strategien für die Selbstvermarktung, juristische Ratschläge und Informationen zu Podcasts und Multimedia-Journalismus erhalten, werden Impulsreferate Einblicke in einzelne Aspekte des Journalismus bieten. Eine Podiumsdiskussion wird sich mit der provokanten Frage "Mit Synergien in den Untergang?" beschäftigen und aufzeigen, wie sich die journalistische Arbeitsweise künftig verändert. Diskutiert wird dabei über Zusammenschlüsse der Medienhäuser, Reporterpools sowie multimediales Arbeiten. Eine vom Gastgeber NDR angebotene Führung durch den Bereich ARD aktuell schließt die DJV-Tagung "24 Stunden Zukunft" am 9. Oktober ab.

Die Teilnahme an der DJV-Fachtagung "24 Stunden Zukunft" am 8./9. Oktober in Hamburg kostet 50 Euro, für DJV-Mitglieder 30 Euro. Anmeldungen nehmen die DJV-Landesverbände entgegen. +++


Marco Schreyl bei Redakteur im Verhör /
Eine Journalisten-Karriere zwischen Unterhaltung & Information

„Mein Vater ist nach innen stolz“


„So, jetzt hab ich Kaffee kochen gelernt. Jetzt will ich etwas anderes können.“ – 18 Jahre ist er alt und zwei Wochen Praktikum bei RTL hat er hinter sich, als er das zu Protokoll gibt. Nach dem Kaffeekochen hat er gelernt, die Moderationen für Ulrike von der Groeben zu schreiben. Und heute sind die beiden Kollegen bei RTL. Denn er moderiert dort den Quotenhit „Deutschland sucht den Superstar“. Seit fast fünf Jahren macht er das schon: Marco Schreyl.

Von seinen ersten Kaffee-Kochkursen beim Fernsehen und weiteren Stationen in seiner Karriere hat Marco Schreyl bei der Veranstaltung „Redakteur im Verhör“ in der evangelischen Hörfunkschule Frankfurt berichtet. Moderator und „Verhör-Spezialist“ Gunnar Töpfer, sonst bei hr3 am Mikrofon, hat aber nicht nur Schreyls Lebenslauf abgeklopft. Auch kritische Fragen zu DSDS musste Schreyl beantworten: Was hat das noch mit Journalismus zu tun? „Ohne journalistische Grundregeln kann man weder Fernsehen, noch Radio, noch Zeitungen machen. Und auch bei DSDS sind gewisse journalistische Grundregeln gefragt.“

In erster Linie geht es bei DSDS aber natürlich um Unterhaltung. So sieht auch das Konzept der Sendung aus: die Castings werden mit ihren Höhen und vor allem ihren Tiefen gezeigt. Inklusiver vernichtender Kommentare der Juroren. „Dass man manchmal übers Ziel hinaus schießt, das gebe ich zu.“, gesteht Schreyl. „Vielleicht war es nicht die Sendung, die Dich in den Himmel bringt. (…) Aber es ist vielleicht die Sendung, die dem Zuschauer Spaß gemacht hat. Und darauf kommt es mir am Ende an.“


Unterhaltung bei RTL – Information bei hr1

 
Redakteur im Verhör“ ist eine gemeinsame Veranstaltung des DJV Hessen mit der evangelischen Hörfunkschule Frankfurt. Zweimal im Jahr stehen Promis aus den Medien im Kreuzverhör. Dabei können sich junge Journalisten und erfahrene Medienmacher kennenlernen und austauschen. DJV und Hörfunkschule wollen Nachwuchsjournalisten unterstützen und für eine qualitativ hochwertige Ausbildung fördern.

Für das nächste Verhör hat bereits Bettina Schausten zugesagt, die vor kurzem die Leitung des ZDF-Hauptstadtstudios übernommen hat. Bis dahin kann man sich alle bisherigen Verhöre auf www.ausbildungsradio.de anhören.

Schreyl kann aber nicht nur Fernsehen. Seit gut zwei Jahren ist er wieder im Radio zu hören, bei hr1. Bis vor kurzem in der Frühsendung „start“, seit rund zwei Monaten bei „meridian“. Selbstverständlich gäbe es große Unterschiede zwischen den beiden Mediengattungen. Aber „am Ende sind Fernsehen und Radio wieder sehr, sehr nah beisammen.“. Und im Radio holt er sich das, was er im Fernsehen nicht bekommt, seine Portion Information. Quasi das Pendant zur Unterhaltung bei RTL. „Zu wissen, dass man womöglich in der Sendung, die man dann beim Radio moderiert, auch den Hessischen Ministerpräsidenten live interviewt und dafür vier Minuten zur Verfügung hat – das fand ich eine Herausforderung und die wollte ich annehmen.“

Großen Anteil an seiner Karriere haben seine Eltern. „Ich will von Dir den Satz ‚Ich kann das nicht!’ nicht hören!“, bekommt Schreyl von seiner Mutter zu hören. Stattdessen ermutigt sie ihn, das Studium zu beenden: „Sei nicht blöd! Du hast es angefangen, mach es zu ende!“. Den Rat hat er befolgt und in Sprechwissenschaften, Sport und Erziehungswissenschaften abgeschlossen. Heute sind die Eltern natürlich stolz sind auf den Sohn. Das tragen sie nur nicht nach außen. „Mein Vater ist nach innen stolz.“.
Johan Helmer Hein, Netzwerk Junge im DJV Hessen

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DSDS-Moderator Marco Schreyl im Kreuzverhör

Bei RTL im TV, bei hr1 im Radio – eine Journalisten-Karriere zwischen Unterhaltung und Information



Was hat die Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ mit Journalismus zu tun? Was ist in den Medien wichtiger: Unterhaltung oder Information? Und kommen sich RTL und hr1 nicht in die Quere? Das soll Moderator Marco Schreyl im Kreuzverhör beantworten.

Bei „Redakteur im Verhör“ muss sich Marco Schreyl den Fragen von Moderator Andreas Bursche (WDR 1LIVE) stellen – auch den unangenehmen Fragen: Was war sein größter Fehler vor dem Mikrofon oder vor der Kamera? Womit lässt sich heute in den Medien mehr Geld verdienen: mit seichter Unterhaltung oder mit investigativem Journalismus? Und was davon ist für eine Medienlandschaft eigentlich wichtiger?

Marco Schreyl moderiert bei RTL die Castingshows DSDS und „Das Supertalent“, außerdem Sportveranstaltungen wie die Handball-WM. Vorher hat er die Boulevard-Sendung „hallo deutschland“ im ZDF präsentiert. Außerdem macht er Radio beim Hessischen Rundfunk: bis vor kurzem beim hr1-Morgenmagazin „Start“, seit Mai bei der Sendung „Meridian“, außerdem beim „hr1-Talk“.

Am Montag, den 14. Juni 2010, ab 19:00 Uhr ist Marco Schreyl der „Redakteur im Verhör“ in der Hörfunkschule Frankfurt im gemeinnützigen evangelischen Medienhaus. Zusammen mit dem Publikum aus jungen Journalisten klopft „Verhör-Spezialist“ Andreas Bursche die Karriere von Schreyl ab: Wie hat er den Start in die Medien geschafft? Was rät er dem journalistischen Nachwuchs von heute? Was war sein größter Wurf, womit hat er heute noch Bauchschmerzen?

„Redakteur im Verhör“ ist eine Veranstaltung der Hörfunkschule Frankfurt in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Journalisten Verband in Hessen (DJV Hessen). Dabei kommen junge Journalisten mit „alten Hasen“ zusammen, um sich kennenzulernen, auszutauschen und voneinander zu lernen. Denn Kontakte sind in den Medien das A und O. Im Anschluss an das „Verhör“ gibt es deshalb die Gelegenheit, bei einem Glas Wein zu netzwerken. Der Eintritt ist kostenlos.

Ziel der Hörfunkschule ist es, einen qualitativ hochwertigen, kritischen und unabhängigen Radiojournalismus zu fördern und junge Menschen auf einen Job in den Medien vorzubereiten. Die Schule bietet ein breit gefächertes Workshopprogramm und verschiedene Ausbildungsprojekte für Nachwuchsjournalisten an.

Im Anschluss an das „Verhör“ wird das WM-Spiel Italien gegen Paraguay auf Großbildleinwand übertragen. Vielleicht mit einem Live-Kommentar vom Sportreporter Marco Schreyl?! +++






Von der Angst, es nicht zu können –
Die Bilderbuchkarriere des Steffen Seibert


Wenn er über seinen beruflichen Werdegang spricht hört sich das an wie ein Märchen aus alter Zeit: Der ZDF-Redakteur Steffen Seibert hat eine Bilderbuchkarriere gemacht, von der der Nachwuchs nur träumen kann. Bei „Redakteur im Verhör“ mit fast 100 Gästen stellte er sich den Fragen von hr3-Moderator Gunnar Töpfer und den jungen Journalisten. Eingeladen hatte das evangelische Medienhaus gemeinsam mit dem djv Hessen.

Vom Kabelschlepper zum „Anchorman“ der 19-Uhr-heute-Nachrichten und das ganz ohne Ambitionen – so lässt sich Steffen Seiberts journalistischer Weg pointiert zusammenfassen. Er sei schon ziemlich zufrieden, mit „relativem Unernst“ so weit gekommen zu sein. Und mit eben diesem Unernst konnte er auch das Publikum begeistern, nicht nur, als er seine alternativen Berufspläne beschrieb. Die Idee, Diplomat zu werden, habe er schnell verworfen, als ihm klar wurde, dass man keineswegs in tropischen Ländern mit Drinks am Pool steht und ein bisschen Geheimdienstarbeit macht.

Einen „Zipfel Journalismus“ erhaschte Seibert während seines Studiums Kabel schleppend und Tee kochend im ZDF-Studio in London. 1988 begann sein Volontariat beim ZDF. Direkt danach beim „heute journal“ einsteigen zu können, bezeichnet er als unverschämtes Glück. „Ich hatte immer Angst, es nicht zu können und sie würden es herausfinden“ sagt er über die Zeit, als sich in der Nachrichtenredaktion noch Papierberge türmten und das wichtigste Werkzeug das Lineal war, mit dem sich einzelne Seiten des Agenturmaterials abtrennen ließen....

Soweit der 1. Teil des Berichtes von Sabine Kratz – den vollständigen Artikel lesen DJV-Mitglieder aus Hessen und Thüringen in der nächsten Ausgabe von „blickpunkt – Journalismus in Hessen und Thüringen“ (Ausgabe Dezember 2009). +++





„Man muss es lieben“ - Reihe "Redakteur im Verhör" im Medienhaus

04.08.09 FRANKFURT/M. „Die ganze Welle guckt auf den Morgen!“, bestätigt Marion Kuchenny, Moderatorin bei hr1. Es ist die Primetime im Radio, die wichtigste Sendung des Tages. Beim Zähneputzen, Frühstücken oder auf dem Weg zur Arbeit – morgens läuft das Radio, und die Morningshow nimmt Platz in den Aufmerksamkeitslogen der Hörer in Bad, Küche oder Auto. Stellt sich nur die Frage: Wie soll der Start in den Tag im Radio klingen? Oder mit den Worten der Programmverantwortlichen: Wie gewinne ich die meisten Hörer?

Darüber hat die „Elefantenrunde“ der hessischen Morningshows bei „Redakteur im Verhör“ diskutiert: Johannes Scherer, noch und schon wieder Moderator bei Hit Radio FFH, ist seit mehr als fünfzehn Jahren beim Privatradio und damit das genaue Gegenteil von Marion Kuchenny, die seit fast 20 Jahren für den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk arbeitet. Tobias Kämmerer, Moderator und Redaktionsleiter bei hr3 „Pop&Weck“, hat erst beim Privatradio Primavera in Aschaffenburg volontiert und anschließend seinen Traum erfüllt: „Ich wollte zu hr3. Das war mein größter Wunsch!“.

Die private Konkurrenz aus Bad Vilbel sei zwar „gut in diesem Rahmen“, kommentiert Kämmerer und schickt das Aber gleich hinterher: „Das ist ein Produkt, mit dem Geld verdient wird. Aber es ist nicht immer das, was ich kaufen würde!“.

Dafür kauft Johannes Scherer hr3 – in Form von GEZ-Gebühren. Denn trotz Privatradiosozialisation ist er ein Verfechter der Rundfunkgebühren, fordert aber den Kontrast ein: „Wenn die Konkurrenz platter wird, warum bietet ihr dann nicht dem Hörer das Maß an Information, das wir ihm angeblich nicht mehr geben? Das ist der öffentlich-rechtliche Auftrag. Dann erfüllt den doch auch!“

Antwort: Flottenstrategie! „Der Hessische Rundfunk in seiner Gänze tut das!“ Denn neben Information und Bildung stehe auch Unterhaltung im Rundfunkstaatsvertrag. Und da leiste jede hr-Welle ihren Beitrag: Während es bei hr2 mehr Bildung gebe, gebe es bei hr3 eben mehr Unterhaltung.

Oder hr1. Marion Kuchenny wehrt sich schon gegen die Formulierung: „Morgensendung – Ich sage ganz bewusst nicht ‚Morningshow’. Sie hat wohl einen unterhaltenden Charakter. Aber Information steht für mich an erster Stelle!“

An allererster Stelle steht – bei allen dreien – das Radiomachen selbst. „Radio ist deshalb so toll, weil es so schnell ist! Ich habe eine Idee – und es passiert! Man muss es lieben!“, schwärmt Tobias Kämmerer. Und Marion Kuchenny pflichtet bei: „Radio ist eine Faszination! Wenn sie einen mal ergriffen hat, lässt sie einen nicht mehr los!“

Das ganze „Verhör“ gibt es auf www.ausbildungsradio.de zum Anhören.

„Redakteur im Verhör“ ist eine gemeinsame Veranstaltung der Fachgruppen Junge Journalisten und Rundfunk im DJV Hessen und des Medienhauses in Frankfurt. Ziel ist es, junge Journalisten mit erfahrenen Machern zusammenzubringen. Im Herbst begrüßen wir als „Redakteur im Verhör“ Steffen Seibert, Moderator der ZDF-Nachrichtensendung „heute journal“. (Johan Helmer Hein) +++



Rendite statt Recherche – ist der Journalismus noch zu retten?
Darum geht’s bei der 2. Netzwerk-Tagung im Medienhaus am 5. und 6. September 2009, zu der wir Euch herzlich einladen!


Krankt der kritische Journalismus in Deutschland? Kommen Casting-Shows vor Reportagen? Die Netzwerk-Tagung im Medienhaus diskutiert, ob Profit und Rendite den kritischen Journalismus gefährden. In Zeiten der Krise schrumpfen die Redaktionen, es fehlt an Zeit für umfassende Recherche. Radiosender – privat wie öffentlich-rechtlich – machen Programm, um Geld zu verdienen. Im Sinne der Rendite verzichten viele Redaktionen auf journalistische Inhalte, und Quoten-Erfolge geben ihnen recht. Ist der Journalismus noch zu retten? Wir versuchen eine Antwort zu finden.

Bei der Netzwerk-Tagung im Medienhaus kommen junge Journalisten und erfahrene Macher ins Gespräch. Denn ein gut funktionierendes Netzwerk ist das A und O, gerade für Journalisten!

Als Referenten begrüßen wir:
Marco Schreyl (hr1 und RTL)
Mathias Münch (hr3 und hr-fernsehen)
Mathias Bartsch (DER SPIEGEL)
Norbert Linke (FFH-Academy)
Marko Eichmann (Programmchef, planet more music radio)
Stefan Pommerenke (hr1)
Frauke Distelrath (Pressesprecherin attac)

Die Teilnahem kostet 60,00 Euro. Der DJV Hessen übernimmt für 20 Mitglieder der Fachgruppe Junge Journalisten, die sich zuerst anmelden, die Hälfte des Teilnahmebetrags, so dass Ihr nur 30,00 Euro beisteuern müsst!

Anmeldung bis zum 31. August per E-Mail an junge@djvhessen.de. +++




Klaus Bednarz bei „Redakteur im Verhör“
Die Ochsentour zum Journalisten

 

09.04.2008 FRANKFURT/M.     Studium, Journalistenschule, Volontariat – so sehen sie aus, die klassischen Etappen auf dem Weg zum Journalisten, vor allem bei den Öffentlich-Rechtlichen. „Das ist doch eine Ochsentour“, findet Klaus Bednarz. Die „Akademisierung unseres Berufs“ macht ihm Sorgen und „dass es kaum noch die Möglichkeit gibt für begabte Quereinsteiger, die unheimlich wichtig sind für unseren Job.“ Er selbst ist Quereinsteiger. Von der Telefonzelle aus hat er sich beim WDR beworben – aber nur, weil ihn seine Mitbewohnerin dazu gedrängt hat. Das hat sich gelohnt: Wie kaum ein anderer deutscher Journalist steht Klaus Bednarz für investigativen Journalismus.

Von seinen langjährigen Erfahrungen im Journalismus hat Bednarz Ende April im Medienhaus Frankfurt berichtet: Er war der „Redakteur im Verhör“. hr3-Moderator Gunnar Töpfer hat das „Verhör“ geführt, Schützenhilfe hat er von den rund 120 Besucher bekommen – überwiegend Jung- und Nachwuchsjournalisten, denn gerade die können viel von den erfahrenen Kollegen lernen. Deshalb haben sich die DJV-Fachgruppen „Rundfunk“ und „Junge Journalisten“ mit dem Medienhaus Frankfurt zusammengetan, um Journalistenkarrieren abzuklopfen und „alte Hasen“ aus den Medien mit den Neulingen zusammenzubringen.

Bednarz ist seit mehr als 40 Jahre dabei. Berühmt geworden ist er spätestens durch das Politmagazin „Monitor“. Aber: „Mein journalistisches Leben hat nicht mit ‚Monitor’ begonnen.“ Vorher war er überwiegend im Ausland: Anfang der 70er Jahre hat Bednarz das erste westliche Fernsehstudio in Warschau gegründet. „Das war für mich mit einer der wichtigsten Dinge, die ich in meinem Leben beruflich gemacht habe.“ Danach war er als Korrespondent in Moskau. Inzwischen ist er Sonderkorrespondent und Chefreporter beim WDR.

Während seiner Laufbahn hat er zahlreiche Skandale und auch Menschenrechtsverletzungen aufgedeckt. Damit hat er sich nicht nur Freunde gemacht. „Wenn Sie unabhängig und investigativ arbeiten, dann müssen Sie zwangsläufig vielen, die Macht haben, die Verantwortung haben, auf die Füße treten. Wenn Sie das nicht machen, machen Sie ihren Job nicht richtig.“ Aber für den investigativen Journalismus ist es immer schwieriger geworden, meint Bednarz. Recherche werde nicht mehr ausreichend bezahlt und Politiker verweigern sich zunehmend den Fragen kritischer Kollegen. Gerade bei Interviewanfragen „werden Bedingungen gestellt, die Sie nicht akzeptieren können.“ Politiker gehen lieber den bequemeren Weg in die Talkshows, „wo sie alles loswerden, was sie loswerden wollen.“

Auch zu aktuellen politischen Anlässen hat sich Klaus Bednarz bei „Redakteur im Verhör“ geäußert. Auf die Frage aus dem Publikum, wie er denn mit den Olympischen Spielen umgehen würde, meinte er: „Für einen Boykott ist der Zug abgefahren. Aber man sollte sich genau überlegen – auch von Seiten des Deutschen Olympischen Komitees – ob man etwa an dieser bombastischen Eröffnungsfeier teilnimmt, die eine grandiose Propagandaschau ist. Was wäre das für ein tolles Zeichen für die Welt, wenn beim Einmarsch der Nationen bei der Eröffnungsfeier nur von Deutschland ein Fahnenträger mit der schwarz-rot-goldenen Fahne und hinterher einer mit dem Schild „Germany“ kommt. Und dann keiner mehr! Das wäre ein Signal für die Welt. Und das würde ich mir wünschen.“

Das ganze „Verhör“ mit Klaus Bednarz steht auf www.ausbildungsradio.de zum Anhören bereit. (Johan Helmer Hein). +++




09.04.2008

Top-Journalist Klaus Bednarz bei „Redakteur im Verhör“ am 21. April

26.02.2008

Medienstammtisch 2.0 - Bewerbungen

12.02.2008

Medien-Stammtisch 2.0 - Termine

15.11.2007

"Redakteur im Verhör" mit ZDF-Korrespondent Ulrich Tilgner im Medienhaus

05.11.2007

Medienstammtisch 2.0 startet

18.09.2007

Medien-Stammtisch 2.0 - Umfrage

23.07.2007

Neue Projekte für Junge Journalisten

03.07.2007

Frischer Schwung mit neuem Team

24.02.2006

Neues Personal und neuen Ideen für 2006

29.09.2005

DJV lädt journalistischen Nachwuchs nach Magdeburg ein

29.06.2005

„Zurück wollen die wenigsten“

25.06.2005

   Von Küken und Kisten - Besuch auf dem Flughafen

12.05.2005

Stammtisch mit Gast: „Arbeitslos – was tun? Arbeit – aber unzufrieden?“

08.04.2005

Hessischer Jungjournalistenpreis 2005 vergeben

21.02.2005

„Sicher: Versichert“ – Viele Fragen und eine angeregte Diskussion

10.02.2005

Ein Stammtisch mit Gast: „Sicher: Versichert“

15.12.2004

Das Ergebnis der Umfrage: Was sich am Angebot der Fachgruppe ändern sollte

23.11.2004

Stammtisch und Umfrage gestartet

08.11.2004

Die Fachgruppe im Wandel

10.10.2003

1. hessischer Jungjournalistentag im Airport-Forum am 10.10.03



 
     
 

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