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Landesverband Hessen e.V. des Deutschen Journalisten-Verbandes |
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[ Ehrenmitglieder ]
FRIEDRICH FRANZ ("FriFra") SACKENHEIM, geboren 1926 in Frankfurt am Main. Nach der Kriegsgefangenschaft begann er 1946 eine freie Mitarbeit bei Jugendzeitschriften und dem Rundfunk, wurde danach Zeitungsvolontär und Redakteur in Berlin, um dann eine Karriere in seiner Heimatstadt beim "hr" zu starten: Rundfunkredakteur (1957), Chef vom Dienst (1958), Nachrichtenchef und stellvertretender Chefredakteur (bis 1971). Danach zwei Jahrzehnte lang bis zum Ruhestand 1991 Chefredakteur "Hörfunk" des Hessischen Rundfunks. Eintritt in den hjv/DJV am 01. Oktober 1949. Für sein Engagement um die gewerkschaftliche Arbeit und den Journalismus wurde er im November 1995 zum Ehrenmitglied des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) und des Hessischen Journalistenverbandes (hjv) am 12. Juli 1997 ernannt. Dem hjv-Vorstand gehörte er von 1963 bis 1981 an und übernahm 1981 auch den Vorsitz im Bundesfachausschuss "Rundfunk". In dieser Funktion verteidigte er zäh bei aller Kritik im Einzelnen die dominierende Funktion des öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehsystems. Mit seinen Warnungen vor den Gefahren des Privatfernsehens hat er nur allzu recht bekommen. Im Bundesvorstand des DJV wirkte Sackenheim von 1981 bis 1985 mit. Zu den zahlreichen journalistischen Engagements gehörte auch seine Mitarbeit von 1976 bis 1981 als Mitglied des Deutschen Presserates.
Er sei "ein Mann des Wortes mit Witz und Charme" schrieb die RHEIN-MAIN-ZEITUNG (FAZ) über "FriFra" anläßlich eines Empfangs im Frankfurter Römer mit der Oberbürgermeister Petra Roth (CDU). Sie würdigte aber nicht nur dessen Esprit, sondern sagte über den Sozialdemokraten: "Ich habe viel von ihm gelernt". Sackenheim war ungewöhnlich lange in der Frankfurter Kommunalpolitik aktiv: 33 Jahre als Stadtverordneter und Stadtrat. So war es nicht verwunderlich, dass der 75jährige in seiner Dankesrede denn auch Warnungen und Seitenhiebe austeilte. "Ohne den Standortfaktor Kultur wird die Stadt des Euros kalt und grau" mahnte der frühere Hörfunk-Chef des Hessischen Rundfunks.
1953 wechselte er in die Hessenredaktion der "Frankfurter Rundschau". Die längste Zeit aber wirkte er beim "Wiesbadener Kurier", wo er zuletzt bis zum Eintritt in den Ruhestand als Gerichtsberichterstatter tätig war. Mit den so erworbenen umfangreichen Erfahrungen mit dem Journalismus in Hessen lag es für ihn nahe, sich über die nominelle Mitgliedschaft im Verband hinaus zu engagieren. Lange Zeit stand er dem Ortsverband Wiesbaden vor, dem noch heute zweitgrößten im hjv. Damit war er auch Mitglied im Erweiterten Vorstand.
Viele Jahre organisierte er den Wiesbadener Journalistenstammtisch, die "Donnerstagsrunde" und konnte dabei unzählige illustre Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur begrüßen, Minister ebenso wie Karnevalspräsidenten. Auf den Verbandstagen, sei es auf Landes- wie auf Bundesebene, fehlte er nie. Er war keiner, der große Reden hielt, sondern mehr moderierend aus dem Hintergrund heraus tätig wurde, wohl aber nachdrücklich seiner Meinung äußerte, wenn es erforderlich war, zumal wenn es ums Sparen ging. Er gehört zu dem kleinen Stamm von hjv-Aktivisten, die über lange Strecken die Verbandspolitik mitgestalteten und darüber hinaus nicht zu praxisfernen Funktionären wurden.
Hans Hartmann ist noch heute aktiver Journalist und schreibt unverändert gerne: gleich, ob für den "Wiesbadener Kurier" regelmäßig über Wein-Events oder zur Karnevalszeit über Kappen-Sitzungen. (Quelle: ma und Festschrift 50 Jahre "hjv" ).
Tageszeitungs-Ausschuss ehrte Wolfgang Scheer Mit Dank, Anerkennung und Beifall verabschiedete der DJV-Bundesfachausschuss Tageszeitungen Anfang November 2000 in Lübeck sein langjähriges hessisches Mitglied Wolfgang Scheer. Der inzwischen 72-jährige ehemalige Redakteur der Wetzlarer Neuen Zeitung - der dort auch im August 1948 seine journalistische Arbeit als "Volontär" begann - gehörte dem Tageszeitungs-Ausschuss seit August 1988 an. In diesem Gremium - das den Gesamtvorstand vor allem in tarifpolitischen und den Bundesvorstand in tageszeitungsrelevanten Fragen berät - vertrat er fast 13 Jahre den Hessischen Journalistenverband, dessen Ehrenmitglied er auch ist.
Ausschuss-Vorsitzender Günter Weislogel (Lohr am Main) würdigte Scheer, der zwischendurch auch als Chef vom Dienst gearbeitet hatte, als einen besonnenen, zurückhaltenden, zuverlässigen und zielsicheren Repräsentanten der hessischen Tageszeitungsredakteure. Wenn überhaupt, habe Scheer allenfalls in der Faschingszeit gefehlt. Denn Karneval, Wetzlar und Scheers Reime und Büttenreden gehörten offensichtlich untrennbar zusammen.
Weil Wolfgang Scheer gerne und mit Vorliebe Bauwerke fotografiert, erhielt er als Abschiedsgeschenk des DJV einen Bildband von Dresden überreicht. Pensionär Scheer hat aber seine Arbeit für den DJV noch keineswegs eingestellt. Beim anschließenden Verbandstag 2001 in Lübeck bestätigten ihn die Delegierten einmütig in seinem Amt als Kassenprüfer.
Scheers Mandat im Tageszeitungs-Ausschuss wird künftig von Thorsten Becker (Hanauer Anzeiger) wahrgenommen, der sich sofort engagierte und auch der Arbeitsgruppe beitrat, die den Tageszeitungs-Kongress “Qualität vom Anspruch bis zum Andruck” am 20. und 21. April 2002 in Würzburg vorbereitet. (Autor: Günter Weislogel)
Zehn Jahre war er danach in
den Verwaltungen eines Privatunternehmers und des
Versorgungsamtes in Gießen beschäftigt, bis er 1961 beim
"Gießener Anzeiger" als Redakteur angestellt wurde und
nacheinander für Sonderseiten, Politik und Lokales
zuständig war. Mehr als zwanzig Jahre war er dann
Ressortleiter und Redaktionsleiter beim "Kreis-Anzeiger"
für Wetterau und Vogelsberg. Ab 1986 arbeitete er wieder
frei beim "Gießener Anzeiger" und diverse soziale
Institutionen, hält auch Vorträge über sozialpolitische
Themen. Sein Hobby seit vierzig Jahren ist die
Astrologie.
Zu seinem 80. Geburtstag im
Juli 2001 gab es eine große Gratulationsfeier, über die
auf der Seite des Ortsverbandes Gießen berichtet wurde.
Zu erreichen über ( www.angelstein-tv.de/hjvbackup/nachrichten_giessen_010717.html
)
Seinem Engagement für den hjv u.a. als Ortsverbandsvorsitzender von Frankfurt oder die Redaktionsleitung der Mitgliederzeitschrift "hjv im blickpunkt" setzte eine schwere Erkrankung Ende 2000 ein Ende. Der Hessische Journalistenverband beschloss auf dem Verbandstag im Juni 2001 in Wiesbaden seine Ernennung zum Ehrenmitglied.
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