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Verleger bald „Verbindung ohne Bedeutung“? Neue OT-Mitglieder
05.09.2008 WIESBADEN. Der Verband Hessischer Zeitungsverleger (VHZV) gerät immer mehr in die Gefahr, sich zur „Verbindung ohne Bedeutung“ (VOB) zu entwickeln. Der Grund: jetzt hat er nur noch 39 Mitglieder – und die OT- Mitglieder (also ohne Tarifbindung) nimmt ständig zu. Was bisher den wenigsten bekannt war: seit Mai 2008 gilt das in Hessen auch für die „Oberhessische Presse“ und die „Waldecksche Landeszeitung“, die wie die „Frankenberger Zeitung“ und „Gelnhäuser Neue Presse“ zur Madsack-Verlagsgesellschaft gehören. Und offenbar ist es das Ziel, künftig ganz ohne gelernte und veranwortungsbewußte Journalisten „Zeitung zu machen“, denn: seit 3. September erscheint mittwochs und samstags der neueste Coup: eine kostenlose und mit so genannten „Bürger-Reportern“ hergestellte „Gießener Zeitung“.
„Die hessischen Zeitungsverleger sind bald kein Tarifpartner mehr für uns“, betonte DJV-Hessen-Vorsitzender Hans Ulrich Heuser. Dass „nach einem halben Dutzend Verlagen“ jetzt die hessischen Tageszeitungen der Madsack-Gruppe ihre Voll- Mitgliedschaft zugunsten einer OT-Mitgliedschaft aufgaben und sie für ihre neue „Gießener Zeitung“ Bürger als Journalisten nutzt, „ist ein weiterer Tiefschlag für den Journalismus in Hessen“. Heuser betont: „Die Situation ist alarmierend und besorgniserregend.“
Der Verband Hessischer Zeitungsverleger (VHZV) verliert immer mehr Vollmitglieder und der DJV damit seinen Verhandlungspartner. VHZV-Geschäftsführer Dirk Glock lässt sich dazu im Moment keine Stellungnahme entlocken. Er ist trotz mehrfacher Anfragen für die online-Redaktion und die „blickpunkt“-Redaktion des DJV Hessen nicht zu sprechen. (Den kompletten Bericht lesen Sie auf den Seiten der Fachgruppen Tageszeitung, FREIE und BILD.) +++
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