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Schärfen, aufhellen, ausschneiden
...mit Workshop Digitale Bildbearbeitung "den Nagel auf den Kopf getroffen"
11.10.2008 FULDA. Es gibt wohl nur noch wenige freie Journalisten, die sich den reinen Textjournalismus leisten können. Im Gegenteil, es wird immer mehr zur Selbstverständlichkeit, dass das Bild mitgeliefert wird. So ist es nicht nur für Fotojournalisten, sondern auch für den „Allrounder“ ein Muss, sich in der Bildbearbeitung grundlegende Kenntnisse an zueignen. Und wie sehr dieses Thema interessierte, zeigte Anfang Oktober der eintägige Workshop im IT- und Gründerzentrum (ITZ) Fulda: ein voller Konferenzraum - und knapp 30 Kolleginnen und Kollegen aus allen Regionen Hessens.
Der mit hohem Fachwissen angetretene Referent Karl Heinz Schmitt aus Dresden hatte nun die fast unlösbare Aufgabe, das komplexe Thema einer Gruppe von Journalisten zu vermitteln, die einen völlig unterschiedlichen Wissensstand und Qualitätsanspruch haben.
So war die Schulung der grundlegenden Funktionen für manchen verschwendete Zeit. Zitat: „Wer einen solchen Workshop besucht muss sich schon zu Hause vorbereiten „- Allerdings zeigte die Vielfalt an Fragen zu den Grundfunktionen, dass es schon enorme Wissenslücken gab, die zuerst einmal behoben werden mussten.
Der Titel des Workshops - Grundkurs digitaler Bildbearbeitung- wurde hier von manchen Teilnehmer sehr wörtlich genommen. Das Programm CS3 von Adobe war die Grundlage des Workshops. Mit der 30 Tage - Testversion war es allen Teilnehmern möglich das sehr komplexe, aber nicht gerade billige Programm zu nutzen. In der Praxis wird es wohl nur von Könnern angewendet. Viele der Anwesenden arbeiten mit den billigeren, abgespeckten Versionen von Adobe oder anderen Anbietern, bei denen die Grundfunktionen wie Filteranwendungen, schneiden, Korrektur von Belichtung und Farben, Pinsel und Radiergummi, Lasso und Ebenenfunktionen auch vorhanden sind - und die es zu beherrschen gilt.
Die Profi-Software sollte in diesen Fall wirklich den Experten überlassen werden. Es war sehr beeindruckend, als der Referent auf Fragen der Teilnehmer, dem Programm wahre Wunder entlockte. Nachvollziehen konnte es allerdings kaum jemand. Es ist für Anfänger interessant zu hören, was alles mit dem Programm möglich ist, aber leider fehlten den meisten das Grundverständnis. Wie immer, wenn es spannend ist, vergeht die Zeit sehr schnell, viele der interessanten Fragen sind erst nach dem offiziellen Schluss gestellt und beantwortet worden - der Referent zeigte dankenswerter Weise viel Geduld.
Die meisten Teilnehmer waren sich darüber einig, dass man den Workshop ausbauen, vielleicht in einer etwas anderen Form wiederholen sollte. Die große Nachfrage und das zahlreiche Erscheinen zeigt, dass man mit dem Thema den Nagel auf den Kopf getroffen hat. Jetzt sollte er nur noch in das Brett geschlagen werden. (ERICH MAURACHER) +++
 
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