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DJV erwartet von Madsack den Erhalt von Jobs und Qualität
05.02.2009 BERLIN. Als prinzipiell problematisch für die Meinungsvielfalt bezeichnete es DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken, dass die Springer-Beteiligungen an mehreren Regionalzeitungen von einem Großverlag auf einen anderen übergegangen sind. "Die Medienkonzentration wird durch den Wechsel von Springer zu Madsack nicht abgebaut", sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Aber immerhin verfüge die Verlagsgruppe Madsack über ein hohes Maß an verlegerischer Kompetenz. Vom neuen Eigentümer erwarte der DJV den Erhalt der redaktionellen Arbeitsplätze, der journalistischen Qualität und der Tarifbindung der Blätter. "Ich hoffe, dass Madsack die Stellung der Regionalzeitungen in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit ausbaut", sagte Konken.
Am gestrigen Abend hatten Springer und Madsack den Verkauf der Springer-Beteiligungen an der Leipziger Volkszeitung, den Lübecker Nachrichten, den Kieler Nachrichten und der Hanseatischen Verlags-Beteiligung bekannt gegeben. Zu dem Paket gehört die Übernahme des 50-prozentigen Springer-Anteils an der Ostsee-Zeitung durch die Lübecker Nachrichten. Für 310 Millionen Euro übernimmt die Verlagsgruppe Madsack die Springer-Anteile. Der Transaktion muss das Bundeskartellamt noch zustimmen.
DJV-Bundesvorsitzender Konken warnte davor, den gemeinsamen Text- und Bildpool der Madsack-Titel zulasten der redaktionellen Eigenständigkeit der übernommenen Blätter auszuweiten. "Synergien, auch auf den überregionalen Seiten, können im schlimmsten Fall dazu führen, dass die Regionalzeitungen ihren unverwechselbaren Charakter verlieren. Das ginge zu Lasten der Qualität und der Leser-Blatt-Bindung." +++
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