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Hessischer Journalistenpreis 2009: Georg Löwisch (taz) siegt mit Schäfer-Gümbel-Porträt
07.07.2009 FRANKFURT/M.. Der Hessische Journalistenpreis im Jahre 2009 geht an den taz-Redakteur Georg Löwisch. Im Rahmen einer Feierstunde am Montagabend vergab die Sparda-Bank Hessen – in Kooperation mit dem Deutschen Journalistenverband (DJV) Hessen – zum 4. Mal den mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Preis in den Kategorien Print, Hörfunk und Fernsehen. Höhepunkt der Verleihung war neben der Verkündung der Sieger ein Vortrag von F.A.Z.-Herausgeber Werner D’Inka zum Thema „Qualitätsjournalismus“. Für den Wettbewerb hatte Sparda-Bank Hessen Beiträge zum Thema „Hessische Verhältnisse“ gesucht. Mehr als 60 Journalisten der Medien bundesweit nahmen 2009 daran teil. Mit dem Preis zeichnet die Genossenschaftsbank einmal jährlich Redakteure und Journalisen aus, die in einer Zeit fortschreitender Globalisierung die unverwechselbare Identität Hessens stärken.
Der Gewinner heißt Georg Löwisch, ist Leiter des Sonntagsmagazins der taz und überzeugte die Jury mit seinem präzisen und inhaltsreichen Porträt des hessischen SPDSpitzenkandidaten Thorsten Schäfer-Gümbel. „Der vollständige Verzicht auf Klischees und oberflächliche Wertungen hebt diesen Beitrag aus der Fülle an Berichten über hessische Politiker auf besondere Weise hervor“, lobte Jury-Vorsitzender Professor Dr. Heiner Boehncke. Der erste Preis ist mit 3.000 Euro dotiert.
In der Kategorie „Print“ ging der zweite Preis (2.000 Euro) an Joachim Wille, Redakteur der Frankfurter Rundschau. Er beeindruckte die Jury mit seinem Artikel „Hessisches Staatstheater“, in dem er die „Hessischen Verhältnisse“ anhand des Spielplans der Theaterbühnen in Wiesbaden darstellte. Den dritten Preis (1.000 Euro) bekam Matthias Thieme, ebenfalls Frankfurter Rundschau, für seine – so die Jury –„aufwendigen und hartnäckigen Recherchen“ zu den Themen „Unterkünfte für minderjährige Flüchtlinge am Frankfurter Flughafen“ sowie „Geschäftliche Verstrickungen des Ministers Volker Hoff“.
In der Kategorie „Hörfunk“ (2.000 Euro) wurde Dirk Wagner, Hessischer Rundfunk, für seinen Beitrag „Das Match um die Macht“ ausgezeichnet. In der Begründung der Jury heißt es: „Die hessische Politik wird hier nicht veralbert, sondern vor dem Hintergrund einer eindeutigen aktuellen Situation um ein akustisches Kabarett erweitert, das sie selbst zu verantworten hat.“
Philipp Engel ist der Sieger in der Kategorie „Fernsehen“ (2.000 Euro). Der Redakteur des Hessischen Rundfunks verstand es – so die Jury – mit „treffendem Bildwitz die Gedanken und Gefühle der Wählerinnen und Wähler nachzuzeichnen, für die der hessische Wahlkampf zu einer regelrechten Achterbahnfahrt wurde. Zusätzlich zu den fünf Siegern sprach die Jury vier Journalisten eine lobende Erwähnung aus: Stefan Bücheler, Franco Foraci, Frank Oliver Weinert (alle Hessischer Rundfunk) und Gottlob Schober (SWR).
HINTERGRUND: Dass eine Bank einen Journalistenpreis verleiht, ist auf den ersten Blick ungewöhnlich. Die Sparda-Bank Hessen aber versteht sich als eine "regional verwurzelte Genossenschaftsbank" mit einer langen Tradition und Geschichte in Hessen. Deswegen stehe die Sparda-Bank Hessen - so die Eigenaussage - "nicht nur für Finanzkompetenz, sondern auch für Hessenkompetenz". Mit mehr als 1,2 Millionen Euro fördere sie zum Beispiel jährlich aus den Mitteln ihres Gewinn-Sparvereins gemeinnützige Engagements in Hessen. Und mit dem Hessischen Journalistenpreis will sie die Arbeit von Journalisten würdigen, die sich in besonderer Weise mit der Identität Hessens beschäftigen.
DIE JURY: Zur siebenköpfigen Jury des Hessischen Journalistenpreises gehören Hans-Ulrich Heuser (Vorsitzender des Deutschen Journalistenverbands Landesverband Hessen e. V.), Ulrich Kienzle (Journalist und ZDF-Moderator), Hilmar Börsing (Vorsitzender des Presseclubs Wiesbaden und Chefredakteur des Wiesbadener Kurier a. D.), Dr. Hans-Werner Conrad (Programmdirektor Fernsehen des Hessischen Rundfunks a. D.), Dieter Eckart (Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung a. D.) sowie Peter Hoffmann (Abteilungsdirektor Unternehmenskommunikation der Sparda-Bank Hessen). Den Vorsitz führt Prof. Dr. Heiner Boehncke, Professor für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Frankfurt. (pm) +++
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