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Wieder Warnstreiks in hessischen Zeitungsdruckereien und Redaktionen
WIESBADEN 13. Mai 2011. Mit Beginn der Frühschicht um 6.00 Uhr sind heute die Belegschaften von Dierichs Zeitungsdruck in Kassel und des Druck- und Verlagshauses Frankfurt in Neu-Isenburg in einen eintägigen Warnstreik getreten. Die Beschäftigten protestieren mit der Arbeitsniederlegung für eine Lohnerhöhung von 5,5 Prozent und gegen die Forderungen der Arbeitgeber nach einer Verlängerung der Arbeitszeit ohne Bezahlung von 35 auf 40 Stunden in der Woche und Lohnkürzungen. Weiterhin nahmen die Drucker an Kundgebungen in verschiedenen Orten teil, zu denen der Deutsche Journalistenverband (DJV) Landesverband Hessen und die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di gemeinsam aufgerufen haben. Insgesamt beteiligten sich rund 500 Beschäftigte.
Am Nachmittag wurden weitere Druckereien und Zeitungsverlage in Hessen bestreikt. Dabei ging es neben den Forderungen der Druckbeschäftigten auch um den Tarifstreit bei den Redakteuren. Die Journalisten-Gewerkschaften DJV und dju (ver.di) riefen zum Warnstreik ab 14 Uhr bei den Frankfurter Societäts-Medien auf. Auch bei der "Frankfurter Rundschau" folgten Redakteure dem Aufruf zur Arbeitsniederlegung. Am frühen Nachmittag gab es dann eine gemeinsame Kundgebung von Beschäftigten aus Druckerei und Redaktion in Neu-Isenburg. Die 14.000 Redakteure an deutschen Zeitungen sollen nach dem Willen der Gewerkschaften unter anderem eine Einkommenserhöhungen von vier Prozent bekommen. Die Verleger fordern dagegen von den Journalisten Abstriche von bis zu 15 Prozent - vor allem für Berufseinsteiger.
Aber nicht nur in Frankfurt sondern auch in Berlin gingen heute Tageszeitungsredakteure auf die Straße. In Frankfurt waren es Beschäftigte der Frankfurter Rundschau und der Frankfurter Neuen Presse und in Berlin Redakteure der Mantelseiten der Berliner Zeitung und der Frankfurter Rundschau. Zum Warn- bzw. Solidaritätsstreik im Rahmen der Tarifrunde für Redakteurinnen und Redakteure aufgerufen waren ab dem Vormittag auch die Beschäftigten der FR-Tochter "FR-Publishing". Sie protestieren auch gegen die geplante Massenentlassung in der Redaktion der FR.
In einigen Bereichen Hessens wird es am morgigen Samstag ausgedünnte Zeitungen oder Notausgaben geben. +++
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