Landesverband Hessen e.V. des Deutschen Journalisten-Verbandes

 



1Warnstreik: Redakteure und Drucker wehren sich gegen Zumutungen

27.05.2011 FRANKFURT/M. Zahlreiche Redakteure und Drucker haben an diesem Freitag in ganz Hessen gestreikt. Der Deutscher Journalisten-Verband (DJV) und die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hatten zum Warnstreik aufgerufen. Die Arbeitnehmer sind empört über die empfindlichen Verschlechterungen in den Tarifverträgen, die die Arbeitnehmerseite Journalisten und Druckern zumuten will.

Es geht um Gehaltseinbußen von 10 bis 30 Prozent. Die Tarifforderungen der Gewerkschaften sind Neuabschluss des Gehaltstarifvertrages für Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen mit Gehaltserhöhungen um 4 Prozent, Neuabschluss 1des Manteltarifvertrages für Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen ohne materielle Verschlechterungen und der Abschluss eines Tarifvertrages für arbeitnehmerähnliche freie Journalistinnen und Journalisten an Tageszeitungen. Sowie die Abwehr der von den Arbeitgebern in der Druckindustrie geforderten Verschlechterungen im Manteltarifvertrag, die Wiederinkraftsetzung des Manteltarifvertrags und eine Entgelterhöhung um 5,5 Prozent für die Beschäftigten der Druckindustrie.

Bestreikt wurden unter anderem die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine (HNA) in Kassel, die Frankfurter Rundschau und die Frankfurter Neue Presse mit ihren Regionalausgaben sowie die Frankfurter Societäts Druckerei und deren frühere Akzidenzdruckerei WVD. Außerdem die Akzidenzdruckerei APM in Darmstadt. Allein bei der FNP streikten insgesamt rund 300 Redakteure und Drucker vor dem Druckzentrum in Mörfelden.(red) +++.