Landesverband Hessen e.V. des Deutschen Journalisten-Verbandes

 


1Erneuter Warnstreik im Medienhaus Südhessen - Solidaritätsadresse vom OB


29.06.2011 DARMSTADT.
Die Redakteure des Medienhauses Südhessen sind am heutigen Mittwoch - wie schon zuvor am Dienstag - erneut im Warnstreik. Nach den erfolgreichen Aktionen gestern in der Darmstädter Innenstadt wurden die Redakteure heute eine Stunde lang vom Darmstädter Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) empfangen, der sich mit den Streikenden solidarisch erklärte. Auch die Fraktion der Linken in Darmstadt hat den Redakteuren bereits eine Solidaritätsadresse geschickt.

Gleichzeitig mit dem Warnstreik in Darmstadt - wie auch in anderen deutschen Städten - sind am Mittag in Berlin die Tarifverhandlungen für die rund 14.000 Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen fortgesetzt. Vor dem Hotel Hilton gab es deshalb auch eine Demonstration von Redakteurinnen und Redakteuren. Der Deutsche Journalisten-Verband fordert vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) die 1Fortschreibung angemessener und fairer Tarifverträge sowie eine Anhebung der Gehälter und Freien-Honorare um vier Prozent.

Der DJV will konstruktive Tarifverhandlungen mit den Verlegern, doch dazu muss der BDZV von den geforderten massiven Tarifeinschnitten und der Einführung eines stark reduzierten Tarifwerks für Berufseinsteiger abrücken. "Nicht verhandelbar sind für uns Einkommensverluste der Redakteurinnen und Redakteure von bis zu 30 Prozent. Wir fordern die Fortschreibung der Tarifverträge. Die Altersvorsorge muss gesichert sein", machte DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring klar. "Wir akzeptieren keinen Billigtarif für Neue und damit auch keine Abwertung des gesamten Berufsstandes", so Döhring.

In den letzten Monaten haben sich schon mehr als 5000 Journalisten an Warnstreiks beteiligt. Die Streiks hätten gezeigt, dass die Redakteurinnen und Redakteure faire Tarifverträge verlangen. "Die Verleger achten den Wert des Journalismus und die Arbeitsleistung der Kolleginnen und Kollegen nicht, wenn sie an ihren Forderungen festhalten", betonte DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring. +++


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